Kategorie: Daheim

Vor 3 Jahren

Facebook hat mich grad erinnert was ich vor genau 3 Jahren gepostet habe:

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Irgendwie muss ich wieder was ändern. Das Leben sollte, find ich, immer geiler werden, bis man es am Ende nicht aushält und an zuviel Freude und Begeisterung stirbt. Aber momentan läuft es nicht so. Ich könnte jetzt kein geileres, oder zumindest vergleichbares Bildchen posten.

Auch wenn ich mich schon auf das Brathähnchen freue, das im Backofen vor sich hin brutzelt, und auf das Training mit anschliessend Sauna, und aufs Theater heute Abend. Ich will nicht jammern, das ist schon alles fein, aber trotzdem…

Neues Jahr – neues Glück

SilvesterRot

Die Vorbereitungen sind getroffen, Silvester kann kommen!
Nachdem ich letzten Silvester engstirnig und stur jahrtausende alte chinesische Weisheit ignoriert habe und prompt mit einem richtig miesen Jahr bestraft wurde, bekommt das Glück 2015 ein Farbsignal.

Das Glück ist nämlich fast farbenblind. Die einzige Farbe die es wahrnimmt ist rot. Rot wie die Liebe, wie die Leidenschaft, wie die Zahlen auf meinem Konto..
Deswegen ist es extrem wichtig am Silvester rote Unterwäsche zu tragen, damit das Glück ganz nah zu dir hin findet! Und um ganz sicher zu gehen werde ich ein rotes Kleid und Fingernägel und so drauflegen. Viel hilft viel!

Weil, wie gesagt, mein 2014 war mies. Die Suche nach Höhepunkten erfolgt in einer Tiefebene. Ein kleiner Hügel auf der Glückskarte ist die erste gemeinsame Wohnung mit meinem Freund. Und sonst? Abenteuer? Nope. Reisen? Keine. Geld? Zero. Alpsommer? Albtraum.

Da bleibt 2015 jede Menge Luft nach oben.

Ich wünsche uns allen ein supergeiles 2015!

 

Die Welt ist gross und Rettung lauert überall

 

Keine sonnigen Strände, keine windumtosten Berggipfel.
Frau Weltreise ist sesshaft geworden.

Ein mittelschweres Stimmungstief, durchsetzt mit schweren Anfällen von Fernweh liegt hinter mir, eine Zukunft die alles bringen kann vor mir.

Seit ich das Reisen letzten Herbst eingestellt habe wusste ich ganz genau was ich nicht will, aber überhaupt nicht was ich will. Eine Zeitlang war es schön sich frei treiben zu lassen und zu schauen was kommt, aber leider habe ich in meinem Abenteuerrausch alles was mit finanzieller Sicherheit zu tun hatte bewusst ignoriert. Arbeitslos melden? – Ist was für Spiesser. Ich brauche euer Geld nicht! Ich habe ein Abenteuer zu meistern!
So kam es dann, dass ich nach 12 Jahren ganz ordentlich bezahlter Arbeit nicht einen Cent Arbeitslosengeld bekam. Der Alplohn, der mir bei meinen Reisen 8 Monate in Asien oder Zentralamerika locker ausgereicht hat, war in Deutschland in 4 Monaten ausgegeben und spätestens dann schlug die Stimmung um.

Obwohl… nein eigentlich kam die erste Unzufriedenheit schon viel eher und hatte noch nichts mit den Finanzen zu tun. Es war dieses Gefühl morgens aufzuwachen und zu denken es sei egal ob man aufsteht oder nicht.
Und was erschien mir wohl bei diesen düsteren Gedanken als das einzig sinnvolle Allheilmittel? Na klar; das Reisen! All die Nachrichten von Freunden die weiterhin unterwegs waren! Im Herbst schien die halbe Welt in Indien zu hocken, dann als hätten sie sich verabredet zogen alle nach Australien zum Geld verdienen und meine Seele zog mit Ihnen um die Welt…
Blöd nur, dass ich doch beschlossen habe ein wenig Wurzeln zu schlagen, grad mit meinem Freund zusammengezogen bin, wir uns frisch eingerichtet haben, wirklich blöd!

Nur hat Jammern bekanntlich noch nie geholfen. Das Konto wird davon nicht voll, die Abenteuerlust nicht befriedigt, es hilft nicht einmal gegen kalte Füsse. Und, sesshaft hin oder her, es gibt noch viel zu viele Orte, an denen ich noch nie war, Dinge, die ich noch nicht getan (oder gegessen) habe, Freunde, die ich noch nicht kennengelernt habe. Ein Plan muss her!

Mein Plan sieht so aus: Momentan bin ich dabei mich beruflich und finanziell neu aufzustellen. Ich arbeite einerseits an meiner Selbständigkeit als Yogalehrerin und versuche andererseits das Bloggen soweit zu professionalisieren, dass ich, in sagen wir mal einem Jahr, Einkünfte daraus habe und ortsunabhängig arbeiten kann.

Jaaa, lach nicht! Ich weiss ich habe noch einen weiten Weg vor mir.

Aber irgendwo muss man ja anfangen.