Yoga in Mysore

Yoga in Mysore

Fast sieben Wochen verbrachte ich in Mysore. Das passiert mir häufig auf meinen Reisen. Auf KohPhayam in Thailand verbrachte ich gut sechs Wochen in bester tierischer Begleitung, in Penang über einen Monat und kehrte sogar zurück für das chinesische Neujahr und Ometepe hat mich auch verzaubert und nicht weiterziehen lassen wollen.

Nostalgie in Mysore

Strasse in Mysore
In einer solchen Strasse befand sich unser Hotel vor 22 Jahren in Mysore

Mysore sollte nur ein kurzer Zwischenstopp sein. Als ich vor 22 Jahren Indien besuchte hat es mir Mysore ganz angetan und ich war neugierig ob und wie es sich verändert hat. Es hat. Sehr!

Damals hatte ich mit Yoga noch nichts am Hut und reiste nur mit meiner damals 3jährigen Tochter herum. In Mysore waren wir etwa eine Woche in einem schäbigen Hotel in einer Strasse in der Metallgefässe aller Art hergestellt wurden. Das Hämmern fing gegen 7Uhr morgens los und ging bis in die späten Abendstunden. Das ist ein recht krasser Unterschied zu meinem jetzigen Aufenthalt in Gokulam, einem neuen Stadtteil, voll auf Yoga und gut zahlende Yogakundschaft ausgerichtet.

Nächtliche Strasse in Gokulam
Nächtliche Strasse in Gokulam. So sauber, ruhig und sicher wie es eine Strasse sein kann.

Mysore, das Mekka der Yogis

Es ist sauber, für indische Verhältnisse ruhig, Yogaschulen findet man an jeder Ecke. Vor allem Ashtanga Yoga ,da Patthabi Joist hier gewirkt hat und seine Kinder weiterhin in seinem Sinne unterrichten. Schüler die grossen Wert darauf legen einen Lehrer mit grossem Namen zu haben, zahlen nicht nur sehr viel Geld, sie stehen auch um 3.30 auf und warten in der Dunkelheit vor der Shala um einen der begehrten Plätze für ihre Yogamatte im übervollen Raum zu ergattern. Die Einen mögen den Kopf schütteln, für die Anderen ist es die wahre Hingabe. Ich kann nicht sagen was von dieser Art von Yoga Unterricht zu halten ist, meins ist es nicht. Auch bin ich kein grosser Ashtanga Fan und nach dem intensiven Monat in Goa eher für Haha Yoga zu haben.
Ich nahm in der ersten Woche hier ein paar DropInn Stunden bei verschiedenen Lehrern und blieb dann bei Pratima, die mich dauernd korrigiert hat und mir das Gefühl vermittelte alles grundlegend falsch zu machen. (Schon deswegen werde ich mich hüten über andere Schüler zu urteilen. Wir Yogis habe scheinbar alle etwas Hau ab) Ich habe es nicht bereut. Nach sechs Wochen intensiver Arbeit mit ihr habe ich das Gefühl in meiner Praxis tatsächlich vorangekommen zu sein.

Nandi auf Chamundi Hill in Mysore
Nandi auf Chamundi Hill in Mysore

Abgesehen von der intensiven Yoga Praxis, hat Mysore nicht übermässig viel zu bieten. Nach sechs Wochen habe ich das Gefühl alle sehenswerten Orte besucht zu haben und freue mich auf die Weiterreise.
Mysore Palast
Mysore Palast

Nächste Station ist Ooty ein Bergort in Tamil Nadu, bekannt für die Teeplantagen und das kühle Wetter.

Meine Zwischenbilanz nach drei Monaten in Indien

„Meine Güte, wie schnell doch die Zeit vergeht!“ steht was die Orginalität und Gedankentiefe angeht ganz dicht hinter „Mensch bist du gross geworden!“. Sätze die ich niemals sagen wollte und die mir doch gelegentlich ausrutschen.

Als ich mein Visum für Indien für ein Jahr beantragt habe, überlegte ich gleich ich wohin „in der Nähe“ ich reisen könnte, sollte mir Indien langweilig werden. Nun bin ich drei Monate hier und ich werde das Gefühl nicht los noch gar nichts von diesem faszinierenden Riesenland gesehen zu haben.

Begegnungen in Mysore
Von Indien gelangweilt? Nicht die Spur!

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