Monat: Juni 2013

Zäunen, zäunen und kein Ende..

Ich bin noch im Tal.
Zwar hat mittlerweile einer der vielen, vielen Verwandten die es hier gibt, die Zufahrt zur Alp geräumt, aber es liegt oben immer noch recht viel Schnee und das Gras ist nicht sehr hoch.
Immerhin war ich mittlerweile oben, die Hütte ansehen.
Sie ist sehr schön gelegen und sieht gut ausgerüstet und gemütlich aus.
Es gibt einen Bach ganz in der Nähe mit eiskaltem Wasser und tolle Rundumsicht und durch die hohe Lage bis in den späten Abend hinein Sonnenschein, falls vorhanden.
Mein Mitälpler Oski und ich haben auch schon angefangen zu zäunen. Die Weiden sind gigantisch. Wir haben zwei ganze Tage gebraucht um einen Zaun aufzustellen und ich war fix und fertig und habe heute noch einen schlimmen Muskelkater, von den Blasen an den Händen ganz zu schweigen.
Anders als auf dem Bild hier von 2010 zäunen wir hier mit Holzpfählen und Draht. Das heisst: wir müssen den Hammer mitschleppen, und Isolatoren, falls sie kaputt oder verloren gegangen sind und dann die Holzpfähle finden die im Gras und Gebüsch rumliegen und die Löcher in denen sie steckten und sie dann reinhauen, sofern sie nicht zu sehr verrottet sind, in dem Fall müssen wir sie bei nächstem Durchgang ersetzen, das wiederrum bedeutet Holzpfähle hochtragen und mit dem Draht ist es auch so eine Sache… und ich kann euch sagen ich vermisse die Plastik-Stecken und Schnur.

Heast as nit wia die Zeit vergeht..

Oh das ist aber ganz schön lang her seit ich hier ein Lebenszeichen hinterlassen habe. Man könnte fast den Eindruck gewinnen die wunderbare Insel Ometepe hätte mich verschlungen.. dem ist aber nicht so. Es liegen viele Erlebnisse, Begegnungen und Orte zwischen dem letzten Post und Heute und vielleicht fasse ich sie in einer ruhigeren Zeit -zumindest optisch- zusammen, aber jetzt habe ich keinen Kopf dafür.
Es ist wieder Sommer und ich bin wieder zAlp.
Na ja, noch nicht ganz. Der Sommer hat ganz schön auf sich warten lassen dieses Jahr und so hat sich auch die Alpzeit nach hinten verschoben. Die Zufahrt zu meiner Alp – dieses Jahr in der Zentralschweiz im Kanton Uri, auf 2000m, 30 Milchkühe, etwa 100 Rinder, ein Zweierteam – ist noch teilweise zugeschneit und nicht passierbar. Es dauert noch etwas, ich hoffe nächste Woche kann es dann los gehen. Momentan bin ich im Tal , helfe dem Bauern in seinem Betrieb und scharre mit den Hufen.

Eine Besonderheit dieser Alp ist, dass oben nicht gekäst wird, sondern die Milch täglich runter ins Tal gefahren werden muss. Das heisst man verliert nicht ganz den Kontakt zu der Zivilisation „da unten“. Ob das gut ist oder schlecht wird sich, wie alles andere auch, noch herausstellen.Falls ich die Möglichkeit habe melde ich mich Zwischendurch, ansonsten wünscht mir starke Nerven und schönes Wetter bis Ende September.