Monat: Februar 2012

Thaipusam – there is no easy way

Es ist jetzt schon ein paar Tage her seit ich auf einem der grössten Hindufestivals weltweit war, dem Thaipusam an den Batu Caves in Kuala Lumpur.
Ich war ein wenig ängstlich, es sollen über eine Million Leute daran teilnehmen, es reisen sogar Leute aus Indien an um daran teilzuhaben. Und ich muss gestehen, ich erwartete eine Freakshow. Leute mit durchbohrter Haut und entrücktem Gesichtsausdruck.. wie man es eben aus Berichten und von Fotos kennt. Das fand ich. Auch.
Aber eben auch noch viel mehr. Es war eine Mischung aus Kirmes und Marathon und einem zutiefst religiösem Ereignis.
Ich bin immernoch sehr beeindruckt.
Was mir so gut gefallen hat war diese, der westlichen so sehr entgegengesetzte Einstellung, die ich mal mit dem Satz „there is no easy way“ zusammenfassen würde.
Wir in unserer schönen westlichen Welt sind so verwöhnt, wir wollen alles haben. Sofort. Ohne Anstrengung. Wir wollen im Schlaf Sprachen lernen, durch Wundermittel gesund und schön und schlank werden, und gute Laune soll sich sowieso von allein einstellen, uns so weiter..
Die Leute, die unter schwierigen Bedingungen, manchmal unter Schmerzen an der Prozession teilnehmen, die 242 Stufen zum Tempel  erklimmen und dort nicht selten zusammenbrechen gehen davon aus, dass es auch weh tun kann, dann weiss man wenigstens, dass es echt ist. Ein Gedanke den man nicht so leicht abtun sollte..

Bilder gibts hier:

Thaipusam 2012

She definitely wanted to kill me…

Futter

Die beiden letzten Tage auf Langkawi verbrachte ich auf dem Rad.
Und es war schoen, auch wenn ich mir den bloedesten Sonnenbrand meines Lebens und einen schlimmen Muskelkater zugezogen habe.
Nun bin ich wieder in Taiping und habe dieses wundervolle Yoga-Studio zur freien Verfuegung, und als jemand, der „fight fire with fire“ nicht nur sagt, sondern auch praktiziert, habe ich versucht den Muskelkater mit mehr Bewegung los zu werden.
Hat nicht geklappt,irgendwie..

Als ich mich nach zwei Tagen immernoch nur unter Schmerzen bewegen konnte beschloss ich mal ein wenig nett zu mir zu sein und mit eine Massage zu goennen.
Ich war hier schon mal bei einer chinesischen Masseurin, die wie eine massige Bulldogge aussah und mir ein bisschen Angst einjagte als sie mich fragte ob ich es gern „painful“ mag. Die Massage war dann doch super.
Heute war die Bulldogge leider nicht da und ich musste mit einer malayischen Pinscher-Masseurin vorliebnehmen. Dabei sollte ich es langsam besser wissen…
Die kleinen, zierlichen Masseure sind die schlimmsten!
Weil man es nicht erwartet!
Und weil sie mangelnde Masse mit verstaerktem Einsatz von spitzen Fingern und Ellenbogen zu kompensieren versuchen, was unschoene und schmerzhafte blaue Flecke hinterlaesst.

Ich glaube diese Frau hat wirklich versucht mich zu toeten. Als sie nach einer Stunde festgestellt hat, dass ich zaeh bin und sie es doch nicht schafft, verlegte sie sich auf Komplimente und versuchte mir noch einen suendhaft teuren Tee aufzuschwatzen, der meine Schlacken wegspuehlen und mich noch schoener machen wuerde. (Nicht schlecht mein malay, was? Hab alles verstanden!)

Also, falls jemand fragen sollte:
Mir gehts gut!
Echt!
und hier noch der Retrospektive zweiter Teil:
Was man so alles essen kann.
Futter