Baumvipern auf Benjaminibaeumchen

Ich glaube eigentlich mag ich das Reisen ueberhaupt nicht. Schon das Packen ist ein Riesenstress. Und die Verbindung finden, und beim Busfahren wird mir schlecht, und dann auch noch die Hotelsuche…Stress.
So kommt es wohl, dass ich staendig haengenbleibe. Wie hier und jetzt.
Momentan bin ich in Penang, einer sehr charismatischen Stadt in Malaysia.
Ich habe ueber Couchsurfing Ang kennengelernt, der mich zwar nicht bei sich beherbergen kann, der aber als ortskuendiger Guide einmalig ist. Er ist ein chinesischstaemmiger Malaye und so kommt es, dass ich Penang von der Seite der Minderheiten aus kennen- und liebenlerne.
Hier ist, vorsichtig geschaetzt, jedes zehnte Haus ein chinesischer oder indischer Tempel. Oder eine Moschee, aber da darf ich nicht rein.
Vor ein paar Tagen hat Ang mich zum chinesischen Schlangentempel mitgenommen. Genau das Richtige fuer mich! Und es ist nicht blos der Name, oder eine Statue, oder so.. die haben da richtige, echte Schlangen! Baumvipern auf Benjaminibaeumchen. Und fuer die Touristen ein Warnschild: „Dont let the viper kiss your finger“

Schilder sind uebrigens ein spassiges Thema. Ich musste sehr lachen, als mein italienischer Freund Massimo, der aus Indien nach Thailand gekommen ist , meinte Thailand komme ihm vor wie die Schweiz. So sauber.. Aber ganau dasselbe dachte ich als ich aus Thailand nach Malaysia kam. So sauber! Und so ausgeschildert!
Schon an der Malayischen Grenze wird man mit dem Hinweis auf die Todesstrafe im Fall des Drogenbesitzes willkommen geheissen und vor dem Massagesalon werden die muslimischen Maenner an Recht und Anstand erinnert. Vielleicht sollten westliche Frauen auch Warnschilder tragen..

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