Monat: Dezember 2011

Zur rechten Zeit am falschen Ort?

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Nach 16 Tagen habe ich dem schoenen Penang den Ruecken gekehrt und bin nach Langkawi gereist.
Hier bin ich couchsurfenderweise bei einem extrem netten Malayen untergekommen, der im Wrong Place wohnt. Ob das jetzt eine Verbesserung ist im Vergleich zu der Love Lane die ich in Penang bewohnthabe? Ich weiss nicht, beides ist schoen und beide Namen kommen mir sehr hippiemaessig vor. Der Name Love Lane kommt wohl daher, dass es frueher das chinesische Rotlichtviertel war, wo reiche Geschaeftsmaenner ihre Geliebte besuchten. Woher Wrong Place kommt weiss ich nicht.

Langkawi finde ich sehr langweilig. Klar, den vielgelobten weissen Pulversand gibt es, aber damit hoert es fast schon auf. Der Strand hat hier markierte Schwimmbereiche! Das sagt doch schon alles. Mann kann nicht ueberall schwimmen, weil man sonst Gefahr laeuft mit einem Jetski, Bannanenboot, oder sons einem schnellen, lauten Gefaehrt gekoepft zu werden. Die Hauptstrasse hinter dem Strand ist voll mit Souvenierlaeden, die alle mehr oder weniger dasselbe verkaufen, Travellagenturen die alle dieselben Touren anbieten und mit Lokalen die Essen zu unglaublichen Preisen verkaufen.
In Thailand habe ich ueberlegt an einen von den bekanntermassen ganz schlimmen Touristenorten zu gehen, einfach nur um es mal zu sehen. Das habe ich dann wohl jetzt hier gesehen.
Natuerlich hat die Insel auch schoene und touristenarme Bereiche. Wenn ich ins Inselinnere laufe sind da ein paar Wasserbueffel und sonst gar nix, aber das ist mir dann auch wieder zu wenig.

Aber so schlimm ist es nicht. Wie gesagt bin ich bei einem unglaublich netten Gastgeber gelandet, mit dem ich Nachts stundenlang durch die Gegend cruise – wobei es schon lustig ist, da er ein eher schweigsamer Typ ist und ich bin ja auch nicht eben eine Plaudertasche, weshalb wir manchmal einfach schweigsam durch die Gegend fahren – und die eine oder andere wilde Party feiere. Alkohol ist naemlich dutyfree, also unglaublich billig hier auf Langkawi. Tagsueber schlafe ich lange aus, mache bisschen Yoga, und relaxe. Sicher gibt es spannendere Moeglichkeiten seine Zeit zu verbringen, aber das schlechteste ist es auch nicht.

Ich bleibe hier auf Langkawi bis nach Weihnachten, wobei das echt seltsam ist Weihnachten bei 40Grad, und gehe ab dem 26. Dezember in den Dschungel. Ein Volounteerprojekt auf einer Permakultur Farm, wo ich etwa zwei Wochen bleiben moechte. Freue mich schon drauf!

Baumvipern auf Benjaminibaeumchen

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Ich glaube eigentlich mag ich das Reisen ueberhaupt nicht. Schon das Packen ist ein Riesenstress. Und die Verbindung finden, und beim Busfahren wird mir schlecht, und dann auch noch die Hotelsuche…Stress.
So kommt es wohl, dass ich staendig haengenbleibe. Wie hier und jetzt.
Momentan bin ich in Penang, einer sehr charismatischen Stadt in Malaysia.
Ich habe ueber Couchsurfing Ang kennengelernt, der mich zwar nicht bei sich beherbergen kann, der aber als ortskuendiger Guide einmalig ist. Er ist ein chinesischstaemmiger Malaye und so kommt es, dass ich Penang von der Seite der Minderheiten aus kennen- und liebenlerne.
Hier ist, vorsichtig geschaetzt, jedes zehnte Haus ein chinesischer oder indischer Tempel. Oder eine Moschee, aber da darf ich nicht rein.
Vor ein paar Tagen hat Ang mich zum chinesischen Schlangentempel mitgenommen. Genau das Richtige fuer mich! Und es ist nicht blos der Name, oder eine Statue, oder so.. die haben da richtige, echte Schlangen! Baumvipern auf Benjaminibaeumchen. Und fuer die Touristen ein Warnschild: „Dont let the viper kiss your finger“

Schilder sind uebrigens ein spassiges Thema. Ich musste sehr lachen, als mein italienischer Freund Massimo, der aus Indien nach Thailand gekommen ist , meinte Thailand komme ihm vor wie die Schweiz. So sauber.. Aber ganau dasselbe dachte ich als ich aus Thailand nach Malaysia kam. So sauber! Und so ausgeschildert!
Schon an der Malayischen Grenze wird man mit dem Hinweis auf die Todesstrafe im Fall des Drogenbesitzes willkommen geheissen und vor dem Massagesalon werden die muslimischen Maenner an Recht und Anstand erinnert. Vielleicht sollten westliche Frauen auch Warnschilder tragen..