Tierische Begegnungen

Sollte ich eine Liste der Dinge erstellen, die mich hier gluecklich machen, so kaemen die zahlreichen Begegnungen mit Tieren ganz nach oben. Direkt hinter das gute Essen und noch vor das schoene Wetter, vielleicht sogar vor die freundlichen Leute.
Von thailaendischen Strassenhunden habe ich es schon mal gehabt, aber da muss ich ein Erlebniss nachreichen, das so schoen war, dass es mir fast schon maerchenhaft vorkam.
Es war noch in Langsuan, wo Hunde die Falangs scheinbar von weitem riechen und anfangen zu bellen wie bekloppt.
Eines abends hat sich eine Huendin, aus keinem ersichtlichen Grund, zu meinem Bodyguard berufen gefuellt. Sie lief die dunkle Strasse vor mir, verbellte alle anderen Hunde, drehte sich immerwieder zu mir um um zu sehen ob ich auch nachkomme, oder kam und stupste mich mit der Nase an, wenn ich zu langsam wurde. Sie lieferte mich vor meinem Bungalow ab und verschwand wieder.
Offenbar fand sie mich einfach sympathisch!
Noch ein maerchenhaftes Erlebniss hatte ich in einem kleinen Restaurent am See, mit einem Frosch. Es war ein huebscher, kleiner, gelber Frosch, der schon am Tisch sass als ich dazukam. Er liess sich nicht weiter stoeren und ich fing an mein Buch zu lesen solange ich auf das Essen wartete. Das schien den Frosch, doch zu interessieren. Er huepfte an meine Sitzlehne, ganz nah hinter meinen Ruecken und beobachtete mich minutenlang. Irgendwann habe ich ihn dann vorsichtig am Fuss beruehrt, er tat nur den Fuss wenige Millimeter zur Seite, blieb sitzen und leistete mir auch noch beim Essen Gesellschaft. Das liesst sich vielleicht ein bisschen naiv, doof und langweilig, aber es machte mich sehr gluecklich.
Umso tragischer fand ich den Tod eines anderen Frosches, der in meinem Badezimmer wohnte. Auch so ein huebscher gelber, sass in der Seifenschale oder am Spiegel, tagelang. Und dann hoerte ich eines Tages gerausche aus dem Badezimmer, ging hin und sah einen riesigen Geko an der Wand, aus seinem Maul guckten noch die Froschfuesse heraus. Ich war geschockt!
Dabei hege ich eine gewisse Sympathie fuer die Gekos. In meinem vorherigen Bungalow lebte ein grusser Geko im Bad. Anfangs hatte ich kein sehr gutes Gefuehl, weil er ja so gross war und ich nicht wusste ob ihn auch seine Fuesse an der Wand halten und die Vorstellung er koennte mir vor die Fuesse, oder schlimmer auf den Kopf fallen war.. unangenehm. Aber er liess sich sowieso selten blicken, wohnte in der Doppelwand zwischen Zimmer und Bad und weckte mich manchmal mit seinem Geck Koh Rufen (daher wohl der Name) und wir wurden vielleicht nicht direkt Freunde, aber doch gute Bungalowgenossen. Da wusste ich noch nicht, dass er kleine gelbe Froesche frisst!

1 Kommentar zu “Tierische Begegnungen

  1. wie wundervoll die Geschichte mit dem Hund ist 🙂
    Und meine Leidenschaft für das Frösche zu Hause zu halten während meiner Kindheit in Swidniza… jetzt weiß ich ja, woher das kommt ;))

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